Pure Ink

21. Juni 2023
MAKE OVER VS. COVER UP – WAS IST DER UNTERSCHIED?
Altes ergänzen vs. Altes mit Neuem ersetzen: Was lohnt sich wann?
Vorab können wir schon best#tigen, dass sich ein Make-over deines Tattoos nur lohnt, wenn du halbwegs zufrieden mit dem vorhandenen Motiv bist und dich vor allem positive Erinnerungen an dem Motiv festhalten lassen. Ist das nicht der Fall, ergibt ein Cover-up schon weitaus mehr Sinn für dich.
Was passiert bei einem Make-over?
Ein Make-over bekommst du, um dein bestehendes Tattoo zu erweitern, zu optimieren oder anders zu gestalten. So kann zum Beispiel aus einem mittelmäßig gestochenen Delfin ein surfender, gut gestochener Delfin werden. Deiner Kreativität kannst du freien Lauf lassen. Doch es wäre auf jeden Fall vorteilhaft, wenn der Stil des Tätowierers zu deinem Motiv passt und es sich somit Hand in Hand ergänzt.
Was passiert bei einem Cover-up?
Wenn du ein Cover Up brauchst, ist dein altes Tattoo nicht mehr zu retten. Entweder verbindest du damit eine negative Erfahrung, es ist schlecht gestochen oder mittlerweile peinlich für dich. Auch hier bekommst du Unterstützung mit einem Cover-up. Dabei wird das alte Motiv nicht zwingend einbezogen und mit einem neuen Tattoo übermalt. Dieses ist dementsprechend größer und meist auch mit Farbe ausgefüllt. Der Vorteil hieran ist, dass du nicht an dein altes Tattoo erinnert wirst und einen ganz neuen Stil ausleben kannst.
Ganz nach deiner Vorstellung und dem Skill deines Tätowierers variiert der Aufwand des Tattoo Make Overs. Wenn du ein Make-over für ein großes Tattoo haben möchtest, kann der Aufwand dafür ziemlich groß sein. Bei kleinen Motiven hält sich das noch in Grenzen.
Ein Cover-up gestaltet sich bei sehr großen Tattoos schon etwas schwieriger und ist ebenso ziemlich schmerzhaft im Prozess und in der Verheilung. Ein Full-Back Tattoo zum Beispiel erfordert sehr viel Zeit und eine gründliche Planung des Motivs. Es ist definitiv kein Kinderspiel!
Noch bis zum Zweiten Weltkrieg wurden Tattoos – auch in Deutschland – gerne gestochen und getragen. Doch das änderte sich mit dem Entstehen von Zwangstätowierungen. Insassen in den vom Deutschen Reich geführten Konzentrationslagern bekamen eine Nummer auf den Arm tätowiert, um schnell identifiziert zu werden. Die damit zusammenhängenden schrecklichen Verbrechen und die gesamteuropäische Situation sorgten zur Zeit des Krieges und während der Nachkriegszeit für einen rapiden Einbruch der Tattoo-Nachfrage.
In den 1970er-Jahren erholten sich Tattoos von ihrem Ruf und wurden dafür genutzt, eine Message nach außen zu tragen. So hatten Tattoos teils politische Motive oder eine starke symbolische Aussagekraft. Spätestens seit den 1990ern sind Tattoos wirklich im Trend. Jeder hat von ihnen gehört oder sie irgendwo gesehen. Tattoos wurden Mainstream und vor allem junge Menschen entschieden sich für ein individuelles Motiv, chinesische Schriftzeichen und die allbekannten Tribals.
Was du auf alle Fälle brauchst, ist Geduld und Offenheit gegenüber den Ideen des Artists. Denn er weiß am besten, wozu er fähig ist und wie er dir das bestmögliche Motiv zaubern kann.
Solltest du Fragen zu diesem Thema haben, kannst du uns auch jederzeit kontaktieren.
