Pure Ink

09. August 2023
FRISUREN-TRENDS DER LETZTEN 100 JAHRE
Vom klassischen Bob bis zum Wolf Cut – Haare waren schon immer ein Weg, um sich auszudrücken. Heute schauen wir einmal auf die größten Haartrends der letzten 100 Jahre zurück.
Die 1920er: Der klassische Bob
Heute ist eine Bob-Frisur für viele Frauen eine ganz normale Sache, doch vor 100 Jahren sah das noch ganz anders aus: Kurze Haare bei Frauen waren ein regelrechter Skandal in der Gesellschaft. Junge Frauen schnitten sich als Statement ihrer Emanzipation und für das Aufbrechen von Schönheitsstandards ihr Haar kurz. Der Bob war geboren und entwickelte sich zu einem Trend, der bis heute anhält.
Die 1930er: Glamouröse Wellen
In den 1930er-Jahren trugen Frauen ihr Haar weiterhin kurz, die Frisuren wurden aber im Allgemeinen weicher. Die 30er waren das goldene Zeitalter Hollywoods und das wirkte sich auch auf Haartrends dieser Zeit aus. Glamouröse, sanfte, meist blonde Wellen waren der Frisuren-Trend des Jahrzehnts.
1940er und 1950er: Praktische Hochsteckfrisuren und Hollywood Glamour
Der Zweite Weltkrieg war für alle Menschen ein großer Einschnitt. Immer mehr Frauen arbeiteten als Krankenschwestern oder unterstützten als Helferinnen die Kriegsbemühungen. Entsprechend waren auch praktischere Frisuren angesagt, egal, ob Hochsteckfrisuren, Zöpfe oder Victory Rolls.
Die Haartrends der 1950er-Jahren sind vor allem durch Glamour und Weiblichkeit geprägt. Frauen stylten ihr Haar aufwendig zu kürzeren, eleganten Lockenfrisuren à la Marilyn Monroe.
Vielfalt in den 1960ern und 1970ern
Die Swinging Sixties waren eine schnelllebige, vielfältige Epoche. Es gibt keinen einheitlichen Trend, der diese Zeit beschreibt. Twiggy‘s Pixie Cut oder sanfte, lange Stufenschnitte à la Brigitte Bardot sind nur einige beliebte Frisuren gewesen.
Auch in den 60er- und 70er-Jahren dienten Haare als Ausdruck der Persönlichkeit und Lebenseinstellung. Das beste Beispiel ist wohl der Afro: Als politisches Statement der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung half er Afroamerikanern, ihre Emanzipation auszudrücken.
Die 1980er: der Mullet
Vorne kurz, hinten lang: Der Mullet war der Trend der 1980er-Jahre. Jeder, der etwas auf sich hielt, trug diese voluminöse Stufenfrisur. Erstaunlicherweise gewinnt die Trendfrisur der 80er heutzutage wieder an Beliebtheit.
Die 1990er: Der Rachel-Schnitt
Benannt nach Jennifer Annistons Rolle in der beliebten Fernsehserie Friends, war der Rachel ein sehr ikonischer Schnitt. Die Frisur zeichnet sich durch starke Stufen in der gesamten Haarlänge aus.
Die 2000er: Spiegelglatte Haare
Im neuen Jahrtausend waren lange und sehr glatte Haare wieder angesagt. Oft wurden sie durch dicke farbige Strähnen oder blonde Highlights ergänzt. Dieser Trend lässt sich durch verbesserte Stylingtools und Produkte erklären, die die Haarpflege weiter optimierten.
Die 2010er: Natürliche Locken
Im Gegensatz zum vorherigen Jahrzehnt ging der Trend in den 2010er-Jahren zurück zur Natürlichkeit: Der Aufstieg von Social Media gab zahlreichen Schönheits-Gurus die Möglichkeit, ihr Wissen und Tipps weiterzugeben. Dadurch wurden viele Frauen ermutigt, ihr Haar wieder in Naturlocken zu tragen. Ob Beach Waves oder die Curly Girl Methode: Es war das Jahrzehnt der natürlichen Looks.
Die 2020er: Diversität
Heute wird die Mode durch Social Media immer schnelllebiger und diverser. Gerade während der Pandemie haben sich ständig neue Mikro-Trends gebildet, beispielsweise der Butterfly Cut oder der Wolf Cut. Dank sozialer Netzwerke wie Instagram und TikTok war es nie leichter, sich über neue Trends zu informieren und zu inspirieren. Diese Entwicklung sorgt ebenfalls für ein diverseres Schönheitsbild und mehr Akzeptanz in der Gesellschaft.
Wir haben aktuell mehr Inspiration, Produkte und Tools denn je. Eine größere Offenheit und Diversität sorgt dafür, dass sich immer mehr Leute trauen, ihr Haar so zu tragen, wie sie wollen. Haare waren schon immer und werden auch in Zukunft eine großartige Möglichkeit bleiben, sich auszudrücken.
